Winter-Kurzbahn-Saarlandmeisterschaften 2007 in Illingen

 

1185 Starts an zwei Tagen

Saarlandmeisterschaften der Schwimmer über die Kurzbahn fanden in Illingen statt

Am Wochenende fanden in Illingen die Winter-Kurzbahn-Saarlandmeisterschaften statt. Bei der Mammutveranstaltung gab es 1185 Starts, 229 Schwimmer gingen auf die Blöcke. Die WSF Zweibrücken sicherten sich gleich fünf Titel.

Von Merkur-Mitarbeiter

Marcus Septimus

Illingen. Ausrichter der Winter-Kurzbahn-Saarlandmeisterschaften war der Schwimmclub Illingen. Und das passte gut, denn das Hallenbad der Gemeinde wurde gerade frisch renoviert. Erst vor wenigen Wochen wurde das Bad, optisch und technisch auf dem neuesten Stand sowie behindertengerecht, wiedereröffnet. Die Länge des Beckens beträgt anstatt den olympischen 50 Metern die ortsüblichen 25 Meter, woher auch der Begriff der Kurzbahn rührt.

17 Vereine waren zu den dreitägigen Meisterschaften gekommen. Insgesamt 229 Schwimmer gingen an 1185 Starts auf die Blöcke. Am stärksten vertreten waren die Wassersportfreunde (WSF) Zweibrücken mit 25 Teilnehmern, die reichlich Edelmetall sammelten. Fünf Titel in der offenen Wertung durch Frank Schmidt und Caroline Veith, sowie je elf Silber und Bronzemedaillen, 29 Jahrgangsmeistersiege sowie weitere 56 Silber- und Bronzemedaillen und drei neue Vereinsrekorde waren am Ende die Ausbeute des Zweibrücker Teams.

Als immer noch bester saarländischer Brustschwimmer präsentierte sich Frank Schmidt in Illingen. Die klare Tagesbestzeit setzte er über die 100 Meter Brust in 1:05,41. Über die 200 Meter Brust setzte er sich in 2:21,57 durch und über die 50 Meter Sprintstrecke blieb er in 29,93 wieder unter der 30-Sekunden Marke. Seinen vierten Meistertitel holte sich Schmidt über die 100 Meter Schmetterling in 57,91. Den fünften Titel für die Pfälzer gewann bei den Damen Caroline Veith, die im Finale über die 100 Meter Rücken in 1:08,35 als erste anschlug. Silber gewann sie über die 50 Meter Rücken in 31,82 und die 100 Meter Lagen in 1:09,57. Jeweils auf den dritten Platz kam sie über die 50 Meter Schmetterling in 31,58 und über die 100 Meter Freistil in 1:02,23. Zwei Mal Silber bei den offenen Titelkämpfen holte Rabea Sefrin über die Rückendistanzen, dabei schwamm sie über die 200 Meter in 2:30,50 zu ihrem ersten WSF-Vereinsrekord. Stark zeigte sie sich auch über die Freistilstrecken, wo sie über die 100 Meter ihre Bestzeit auf 1:04,37 steigerte.

Insgesamt gab es 68 (!) Wettkämpfe. Um dem Leistungspotenzial der Sportler gerecht zu werden, sind die Wettkämpfe jeweils wieder unterteilt in die einzelnen Jahrgänge (1997-88 und Offene Klasse). So gibt es entsprechend nicht nur einen oder zwei Saarlandmeister – sondern gleich Dutzende, zu entnehmen aus 79 DIN-A4 Ergebnisseiten, nachzulesen auf der Internetseite des SC Illingen. Allgemein überraschte nicht, dass es immer wieder die saarländischen Topschwimmer aus der Leistungs- und Fördergruppe des Saarländischen Schwimmer-Bundes (SBB) waren, die – im doppelten Wortsinn – als Erste auftauchten. Matthias Kuhn, Vorsitzender des SC Illingen, traf mit seinem Fazit den Gesamttenor der Vereine: „Eine wirklich schönes Wochenende.“

erschienen am 31.10.2007 in der Saarbrücker Zeitung